Mystic Falls
Herzlich Willkommen im Mystic Falls - Everything's falling apart!

Schau dich doch einfach ein bisschen um und tauche in die geheimnisvolle Welt der Kleinstadt Mystic Falls ein.

Erlebe spannende Abenteuer, komme den mysteriösen Ereignissen auf die Spur und offenbare schreckliche Geheimnisse. Spiele einen Bewohner der Stadt, einen Neuankömmling, oder eines der magischen Wesen.

Entscheide dich für eine Seite und erlebe Dinge, von denen du nie zu träumen gewagt hättest.

Spannung, Action und Abenteuer, aber auch Spaß, Freundschaft und Liebe liegen hier an der Tagesordnung.

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 Ungewolltes Zusammentreffen

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Katherine Pierce

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BeitragThema: Ungewolltes Zusammentreffen   So 7 Nov 2010 - 13:44

Ungewolltes Zusammentreffen

Zeit
1. September 2009

Ort
Friedhof

Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft
Gegenwart

Mitspieler
Katherine Pierce & Cáel Dírnaith

Weitere Mitspieler erlaubt?
Erstmal nicht.

Rating
Öhm.. vllt. später mal FSK16, ich habe aber keine Ahnung, wie das Play verläuft, also einfach mal abwarten.


Zuletzt von Katherine Pierce am So 7 Nov 2010 - 17:56 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Katherine Pierce

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BeitragThema: Re: Ungewolltes Zusammentreffen   So 7 Nov 2010 - 13:44

Elegant wie eine Raubkatze trat sie aus den Schatten, die die Bäume und Pflanzen auf den Boden warfen und lief mit langsamen Schritten zu der Brücke, die zu einem ihrer Lieblingsplätze in ganz Mystic Falls führt - der Friedhof. Es war ein mystischer Ort, ein Ort, vor dem beinahe alle anderen Menschen Angst hatten. Man konnte ihn beinahe mit ihr selbst vergleichen - er hatte eine bedrohliche Ausstrahlung, war gefährlich und ziemlich dunkel, außerdem hatte man wohl Recht, wenn man sich nach Einbruch der Dunkelheit davor fürchtete noch auf eben diesen Friedhof zu gehen. Man konnte ganz einfach das Gefühl bekommen, dass der Wald drumherum lebendig zu sein schien. Wenn der Wind die Blätter der Bäume zum Rascheln brachte, konnte man denken, dass sie flüstern würden. Leise und nur ganz vage, wie Stimmen und Sprachen aus einer Welt. Und wenn der Mond aufging und auf die mittlerweile schon sehr alten Grabsteine schien, ließ er teilweise meterweite Schatten werfen und machte so alles nur noch bedrohlicher.

Mit einem kleinen Lächeln auf den Lippen trat sie mit dem ersten Fuß, der in einen schwarzen Stiefel eingepackt war, auf die schon etwas morsche Holzbrücke. Eine Hand lag auf dem Geländer, welches schon splitterte und den Menschen blutige Hände beschert hätte. Ihre Hand fuhr nur einen Zentimeter über dem schon kaputten Holz. Beinahe sah es so aus, als würde sie mehr über die Brücke schweben, als wirklich zu laufen, einzig und allein das leise Klacken, wenn einer ihrer Absätze auf das Holz traf, zeugte davon, dass sie wirklich noch Kontakt zum Boden hatte. Ihre dunklen Augen wanderten über das zertretene Gras, welches versuchte sich dem Wind entgegenzulehnen und sie konnte jede noch so kleine Kleinigkeit wahrnehmen. Alles konnten ihre Augen sehen. Sachen, von denen Menschen nur träumen konnten.
Vögel waren schon lange keine mehr unterwegs, sie hatten sich alle einen Schlafplatz gesucht und dösten nun vor sich hin, schließlich schien es ihnen hier auch zu gefährlich zu sein. Sie witterten Gefahr oft besser als diese dummen Menschen, die von sich selbst teilweise behauptete, so vorsichtig zu sein.

Ein kaum merkliches Kopfschütteln folgte dem Gedanken, welches ihre sanften Locken wippen ließ, die sanft ihr Gesicht umramhten. Sie wusste, warum sie von den männlichen Geschöpfen immer so begehrt wurde. Sie wusste, dass sie attraktiver als die meisten anderen Frauen waren. Ihre Klamotten, die ihre Figur bewusst noch mehr betonten, die dunklen Haare und die dunklen Augen, die mit dem perfekten Wimpernaufschlag Männer dazu bringen konnte, alles für sie zu tun und das sogar ohne sie zu manipulieren.
Einen Moment hing sie noch ihren Gedanken nach, ehe sie die Brücker überquerte und auf der anderen Seite stehen blieb, ihre gedanklichen Fühler ausstreckte und die Gegend um den Friedhof herum absuchte auf noch andere Menschen, Tiere oder Wesen, die zu keinem der beiden Kategorien gehörten.

Dort war irgendetwas. Auf irgendwas stießen ihre Fühler, sie konnte es lediglich nicht einordnen, was genau es war. Doch eigentlich war das auch nicht weiter wichtig... Es gab beinahe nichts, was es mit ihr aufnehmen konnte und dieses Gefühl, welches die Menschen als 'Angst' bezeichnete, war ihr mittlerweile so fremd geworden, dass sie nicht mehr wusste, wie es sich anfühlte, sich wirklich zu fürchten...


Zuletzt von Katherine Pierce am So 7 Nov 2010 - 18:18 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Cáel Dírnaith

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BeitragThema: Re: Ungewolltes Zusammentreffen   So 7 Nov 2010 - 14:56

Der Septembermorgen zeigte sich im warmen, sonnigen Gewande, jedoch war es noch so früh, dass nicht viel mehr als eine dumpfe Helligkeit durch die Blätter schien, die alles rundum in ein sanftes grünes Leuchten tauchte. Zumindest war es für Cáels Verhältnisse einigermaßen früh, der zu solcher Uhrzeit gewöhnlich nicht durch die Lande strich. Doch dieser Morgen war wirklich zu schön, um ihn nicht zu genießen. Vor dem nun endgültigen Beginn seines Langzeitauftrages an diesem Ort hatte er sich eine Weile ‚oben‘ aufgehalten, sodass ihm die Natur, die sich gerade für einen weiteren Wechsel zwischen den Jahreszeiten bereit machte, erneut wundersam und auf ihre stille, selbstverständliche Art phantastisch erschien. Der Wechsel der Jahreszeiten stand als eine der wenigen Konstanten auf Erden, die sich beruhigenderweise auch in steter Einzigartigkeit bemerkbar machte. Das Bild der Erde hatte sich immer mehr und immer schneller verändert, neue Farbschichten die alten längt verdeckt, doch immer würde auf den Sommer der Herbst folgen, sich die Blätter färben und schließlich vom Wind getragen zu Boden fallen, bis der Winter die Staffel weiterführte, und in diesen Breitengraden bald alles unter einer dünnen weißen Schneedecke begrub. Doch das war noch eine Weile hin. Noch befanden sich die meisten Blätter an den Bäumen. Wenn es nach Cáel ging, konnte das auch ruhig noch ein Weile so bleiben, er hatte den Sommer stets gemocht.

In der letzten Zeit – also den letzten achtzig Jahren – hatte er es sich angewöhnt, zu Beginn eines längeren Aufenthalts hier, die Ruhe und Ungestörtheit zu suchen, bevorzugt in naturbelassener Umgebung, um sich im wahrsten Sinne des Wortes zu ‚erden‘. Die Umstellung fiel so wesentlich leichter, und schließlich waren seine Aufträge in diesem Punkt nur allzu deutlich: Kein Mensch durfte herausfinden was er wirklich war. Natürlich passierte sowas hin und wieder schon mal, und dann musste eben revidiert werden, doch das war für alle Beteiligten eine unangenehme Sache, und besonders in diesen Zeiten musste dies viel zu oft geschehen, als gut war.
Zuallererst musste er sich erstmal darauf besinnen, welche Rolle er in diesem Stück spielte. Wenigstens kam ihm diesmal immerhin die pseudo-Berufsrichung sehr entgegen. Inhaber eines Buchcafés vorzugeben verlangte kein besonderes Geschick, zudem mochte er Bücher, und konnte den Laden gegebenenfalls schnell schließen, was sicherlich früher oder später mal der Fall sein dürfte. Ein schwaches Lächeln begleitete sine Erinnerung an seinen Einzug, vor wenigen Tagen. Am Schlüsselbund, den der Vermieter ihm überreicht hatte, befand sich doch tatsächlich eine winzige Engelsfigur. Ein kleiner Glücksbringer, sagte der Vermieter auf Nachfrage. Cáel schmunzelte im Stillen darüber und nahm das als gutes Omen.

Langsamen Schrittes verließ er den Schatten der Bäume und überquerte mit unverändert gemessener Geschwindigkeit den angrenzenden Friedhof. Ein gewissermaßen wichtiger Ort, zum Einen für die Sterblichen, für viele von Ihnen ein Ort, an dem sie höchst intensive Emotionen verspürten. Viele Vorfahren der Stadtbewohner lagen hier begraben. Zum anderen hatte dieser Ort auch in mystischer Hinsicht eine gewisse Ausstrahlung, mehr als bei anderen alten Friedhöfen üblicherweise anzutreffen war. Etwas verborgenes, nicht wirkliches fassbares schien von hier auszugehen, vorhanden, doch hinter einem Schleier der fast ans okkulte grenzte. In gewisser Weise war dieser Ort angenehmer zu sein als die Innenstadt, denn er war einfach, gab nichts vor. Die Effekthascherei der Innenstädtischen Fassade ging hier vollkommen ab, angebrachterweise.
Nachdenklich schritt Cáel zwischen den Grabsteinen hindurch, ohne einem bestimmten Ziel zu folgen. Er genoss es, dass kein Mensch weit und breit zu sehen war, und er nicht unter der Belastung des ständigen aufmerksam seins stand, was er tat und alle anderen. Eigentlich hatte er sich daran gewöhnt, doch hin und wieder verspürte auch er das Bedürfnis, keine Maske des vorgegebenen Menschseins tragen zu müssen, und bald konnte er sich solche Momente nur noch selten erlauben.

Vor einem der älteren Grabstätten stand eine Engelsstatue, mit halb ausgebreiteten Flügeln und ausgestreckter Hand, wie mitten in der Bewegung eingefroren. Cáel las den Namen auf dem dazugehörigen Grabstein. Dieses Grab war wirklich sehr alt, im Vergleich zu den anderen. Nun gegenüber dem Steinengel stehend, breitete auch er die Flügel aus. Für jemanden, der das sehen konnte, musste dieses Bild eine unfreiwillige Komik enthalten. Doch natürlich konnte niemand seine Flügel sehen, abgesehen von ihm selbst. Anderenfalls wäre diese ganze Maskerade auch ziemlich sinnlos.
Schon paradox, fand er. Einerseits diese peinlich genaue Bemühung, ja niemanden die wahre Natur wissen zu lassen, auf der anderen Seite der Wunsch, dass der wahre Engelsglaube nicht starb. Ohnehin verlor die ganze Geheimhaltungssache im Laufe der Jahrhunderte immer mehr an Überzeugung, da die Menschen zunehmend Gefallen an der Existenz der verschiedensten Wesen fanden. In den wenigen letzten Jahren ging der Trend auffallend Richtung Vampire, und genau deswegen war er schließlich hier. Blöderweise begründete die Zunahme die ebenfalls steigende Zahl der Vampire, was sehr bedenklich zu sehen war. Noch lange nicht war die Zahl der vielen jungen Vampire der letzten fünfhundert Jahre so groß, wie sie vor dem großen Krieg gewesen war, doch wenn die Entwicklung weiterhin anhielt, würde es nicht mehr lange dauern. Wahrlich prekär.

Cáel kam nicht dazu, den Gedanken weiter auszuführen, denn als er sich wenige Minuten später dem Rand des Friedhofs näherte, wurde die Aura eines der Gründe, weswegen er hier war, nur zu wahrnehmbar. Eine Vampiress befand sich in der Nähe, allerdings keine die er kannte. Wäre er ein Mensch, er hätte unbegeistert das Gesicht verzogen. So schnell war die Ruhe gestört. Ausgerechnet eine von ihnen. Kaum einer Art brachte Cáel so viel Antipathie entgegen, wie den Vampiren. Gewöhnlich enttäuschten sie ihn, durch die Lust am Morden, den Spaß am Quälen, die Gleichgültigkeit gegenüber den Menschen, die für sie wenig mehr als Nahrungsmittel darstellten. Regellosigkeit, Rücksichtslosigkeit, Loyalität nicht mal gegenüber anderen der gleichen Art. Sicher, es mochte Ausnahmen geben, wie überall, doch die waren nur zu selten, als dass sie die Gräueltaten ausgleichen konnten.

Bedauerlich, dass es ihm nicht gestattet war, Initiative zu ergreifen. Cáel tötete nicht gern, doch in solchen Fällen überdachte er den Grundsatz gern noch einmal. Und Vampire waren einzeln vergleichsweise leicht zu besiegen. Vor allem wenn sie so ahnungslos waren. Cáel spürte, dass die Vampirdame in seiner Nähe nicht allzu alt war – verglichen mit den wenigen alten, die es noch gab. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie nicht erkennen würde, wer und was da vor ihr stand, war also sehr hoch. Kaum einer der Vampire, die jünger waren als im Jahre 1200 erschaffen, wussten überhaupt um die Engel. Grundsätzlich wurde die Vernichtung gern gesehen, doch die Prioritäten lagen definitiv woanders. Viel eher als den Vampir zu töten würde er möglichst an Informationen herankommen sollen, um zu erfahren, warum hier so viele von ihnen auftauchten, was die Pläne waren, und vor allem wie viel sie vom großen Bild wussten, das sich abzuzeichnen begann. Das zahlreiche Auftauchen der Vampire war nur ein Punkt auf der Liste der unguten Anzeichen der letzten Jahre.
Cáel lief einfach weiter, als hätte er nichts bemerkt. Irgendwann war er sicher, dass auch die Vampirdame mitgekriegt haben musste, dass sie nicht allein war, doch noch zeigte sie es nicht, was sie davon hielt. Lieber wäre er zurück zum Wald gegangen, doch wegen einem Vampir die Richtung zu ändern ging ihm auch gegen den Strich. So behielt er seine Richtung bei, die ihn in weitgefasstem Bogen schräg an der Person an der Brücke vorbei, am Wasser entlang führen würde. Er versuchte angestrengt, die sehr eindeutige Aura zu ignorieren. Angst hatte er keine, ein Vampir stellte nun bei weitem keine Bedrohung dar. Er würde sich an die Gesellschaft schnell gewöhnen müssen, wie es aussah. Das fing ja gut an..
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Katherine Pierce

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BeitragThema: Re: Ungewolltes Zusammentreffen   So 7 Nov 2010 - 18:49

Irgendetwas war hier. In dem Umkreis, in dem ihre gedanklichen Fühler noch andere Lebewesen wahrnehmen können. Aber.. Es war kein Mensch, aber auch kein Tier. Einen Moment blieb sie einfach nur verwirrt stehen und überlegte, was sich hier noch in Mystic Falls rumtreiben könnte. Sie wusste, dass durch die vielen unterirdischen Machtlinien hier alle magischen Wesen hingezogen werden können, aber trotzdem dachte sie bis gerade eben, dass sie in der Lage wäre, eben diese auch zu erkennen. Ihre Gedanken fingen an zu rasen, sich im Kreis zu drehen wie ein Karussell und nach einer Lösung zu suchen... Nach einem Lösungsansatz, nur nach einer Idee, doch sie hatte beim besten Willen keine Ahnung, auf was genau sie hier traf. Eigentlich komisch. Sie war mittlerweile schon so alt, sie hatte sie viel gesehen und miterlebt und dennoch konnte sie nicht einschätzen, was das war. Ihre Hand hob sich und fuhr durch ihre Lockenpracht, ehe sie einen Moment die Augen schloss und ihre Gedanken auf Reise schickte...

Langsam und vorsichtig streckte sie ihre Fühler aus, die wie Hände nach dem Unbekannten zu greifen schienen, es zu fassen bekommen wollten und dann genau analysieren wollten. Sie konnte zwar beinahe den genauen Standpunkt ausmachen, zumindest wie weit er von ihr weg stand, aber sie hatte immernoch keine Ahnung mit was sie es hier zu tun hatte. Seine oder ihre, das wusste sie nicht, Macht war so groß, dass sie nicht genau wusste, ob sie dagegen halten könnte. Egal was es war, es war stark. Nicht zwingend stärker als sie selber - das wäre der erste Gegner seit einigen Jahrhunderten - aber zumindest sehr stark. Die Macht, die in ihm schlummerte schien noch nicht wirklich freigelassen zu sein, denn sie wirkte gebunden und zurückgehalten, als wollte er sie verstecken, wollte nicht, dass man ihn spürte. Doch auch ohne seine große Macht wäre es Katherine gelungen, das Wesen aufzuspüren. Sie versuchte sich noch näher an ihn heranzutasten, aber selber verborgen zu bleiben. Wahrscheinlich war dieser Versuch von vorne herein schon zum Scheitern verurteilt, aber was solls... Auch wenn er sie bemerken würde, dann wäre ihr Tag wenigstens ansatzweise interessant und sie musste nicht die ganze Zeit auf dem Friedhof herumstehen.

Sie hatte zwar einen Haufen von Plänen, aber nichts davon ging besonders schnell, also musste sie auf die Zeit setzten und ehrlich gesagt war Geduld eher eine ihrer Schwächen. Sie hasste es zu warten und wer sie kannte wusste das. Man sollte sie niemals zu lange warten lassen, dass konnte ein unverhofft schnelles Ende geben. Bei dem Gedanken wurden ihre Mundwinkel von einem kleinen Lächeln nach oben gezogen und sie überlegte, ob sie sich dem Unbekannten Wesen nähern sollte. Eigentlich hatte sie nicht vor gehabt, ihre Hände heute durch einen Kampf schmutzig zu machen, doch scheinbar schien sie sowieso nichts besseres zu tun zu haben. Was sollte sie schon groß machen? Elena ausspionieren? Stefan versuchen irgendwo zu treffen oder sich doch an Damon ranschmeißen? Das hatte sie schon alles hinter sich und mit der Zeit wurde es echt langweilig. Sie hasste Langeweile! Sie hasste sowieso alles was zu ihrem Nachteil war, stellte sie fest und musste grinsen. Naja, warum auch nicht. Sie konnte es sich schließlich erlauben.

Hunger. Sie wurde von einem Hunger geplagt, den sie besser schnellstens stillen sollte, sonst würde das ungut für das von ziemlich großen Pech verfolgtem Menschlein sein. Aber auch egal. Es war immerhin nur ein Mensch. Nichts von großer Bedeutung. Sie lebten nichteinmal ganze 100 Jahre... Armeslig. Ein leises Schnauben verließ ihre Lippen und sie änderte nun ihre Richtung und lief schoneinmal langsam auf das Wesen zu. Sie sollte nachher in die Stadt fahren und sich irgendwo einen Schönling suchen, der ihren Hunger nach Blut stillen konnte... Wer weiß, vielleicht war sie bis dahin auch noch in der Laune etwas mit ihm zu spielen. Doch momentan hatte sie eher schlechte Laune. Jetzt sollte ihr lieber niemand über den Weg laufen. Umso besser dass sie sich nun auf den Weg zu jemand anderem machte. Diese Wesen, was immer sie auch sein mögen, hatten hier nichts verloren. Mystic Falls gehörte ihr und sie mochte es nicht, wenn sich andere Wesen darin einmischten. Das ruinierte meistens ihre sorgsam ausgearbeiteten Pläne. Etwas, an dem sie ihre schlechte Laune auslassen konnte war immer gut. Sowas konnte sie öfter gebrauchen, dann wär sie vielleicht nicht immer allen gegenüber so zickig, aber was solls. Wen interessierte das schon?

Sie schlich sich durch einige Bäume durch und musste anschließend ein paar kleine Ästchen aus ihren braunen Haaren pflücken. Das Geäst war dicht gewesen und die Äste schienen nur so nach ihr gegriffen zu haben, wollten sie festhalten und einwickeln. Sie hatte schon immer das Gefühl, dass hier mehr als nur tote Erde war. Nachdem sie sich soweit durch die im Weg stehenden Bäume geschoben hatte, konnte sie einen Menschen sehen. Aber... Irgendetwas stimmte nicht. Sie hatte vorhin keinen Menschen fühlen können, warum stand da jetzt einer? Einen Moment blieb sie stehen, konzentrierte sich und streckte abermals ihre Fühlerchen aus, um die Umgebung abzusuchen. Tatsächlich war das kein Mensch, es schien nur so auszusehen. Denn dieses Wesen, welches sie gespürt hatte, war nun nicht mehr allzu weit von ihr entfernt. Ein leises Seufzen entkam ihren Lippen und sie kam nicht umhin sich zu fragen, ob das mit diesem Menschenähnlichen Ding immernoch so lustig werden würde. Menschen waren immer so schnell verletzt und hielten so wenig aus, da machte das spielen überhaupt keinen Spaß mehr, dachte sie bekümmert und wand anschließend ihre Aufmerksamkeit wieder diesem Ding zu.

Vampire waren schnell. Bestes Beispiel dazu war die Geschwindigkeit, mit der sie den Abstand zwischen sich und diesem Ding überbrückte. Nichtmal eine Sekunde hat sie gebrauch um von den schützenden Bäumen zu diesem Mensch zu kommen. Jetzt stand sie nur noch ca. zwei Meter entfernt von ihm - ja, es schien ein Mann zu sein - und sah ihm in die Augen. "Wer treibt sich denn hier noch so spät abends auf dem Friedhof herum? ... Das könnte ganz gefährlich werden", sagte sie und ließ ihren Blick über die Gestalt schweifen. Was um himmels willen war er? Sie hatte schon von vielen Wesen gehört, über welche die die Gestalt verändern können und über welche, die eine unbändige Macht haben. Beinahe allen ist schon begegnet, dennoch konnte sie nicht mit Bestimmtheit sagen, was sie sich da vor sich hatte. Doch sie war ziemlich bestrebt darin, dass bald herauszufinden.
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Cáel Dírnaith

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BeitragThema: Re: Ungewolltes Zusammentreffen   Mo 8 Nov 2010 - 2:41

Anscheinend verspürte die Vampirdame nicht das geringste Bedürfnis nach Einsamkeit. Es wäre wohl auch zu viel verlangt gewesen, einen ganzen Tag hier allein in Ruhe sein zu können. Um seinen Gedanken auf menschliche Weise Ausdruck zu verleihen seufzte er leise. Der Tag war auf angenehme Weise an ihm vorbeigerauscht, nach den ersten Jahrhunderten der Existenz begann die Bedeutung eines einzelnen Tages ein wenig zu verblassen. Würde er sich nicht so genau anpassen müssen, hätte er ein wohl noch wesentlich weltfremderes Zeitempfinden. Hier zwischen dem Friedhof und der Brücke erhellten die letzten goldenen Sonnenstrahlen den Weg. Das letzte warme Licht des Tages ließ alles friedlich erscheinen, irgendwie ironisch angesichts der Tatsache, dass nicht weit entfernt ein Vampir herumschlich. Und dieses Exemplar schien auch nicht geneigt zu sein einfach seines Weges zu gehen, nein, wie die Vampirdame ihre Sinne aussandte war beinahe physisch zu fühlen. Wie dilettantisch…ein wenig mehr subtil könnte sie schon sein.

Noch immer schlenderte Cáel unveränderten Tempos durch das Gras, in dem der Wind spielte und Figuren zeichnete, die im steten Wandel begriffen waren. Vom Wald, den er gerade Stück für Stück hinter sich ließ war das stete Ab- und Anschwellen des Rauschens der Blätter zu hören. Wenn nur diese Person nicht wäre…
Doch durch den bloßen Wunsch würde er sie wohl kaum zum Verschwinden bewegen. Sofern sie ihn wenigstens in Ruhe lassen würde...doch dafür schien sie eindeutig zu neugierig, was zum Einen dadurch bewiesen wurde, dass sie sich noch nicht weiter bewegt hatte.
Das Problem mit Vampiren war, dass Engel nun einmal in die Rolle von Menschen schlüpften, zumindest eine Zeitlang diese Maske trugen. Vampire, die auf einen solchen vermeintlichen Menschen aufmerksam geworden sind merkten meist relativ fix, dass irgendwas nicht stimmte. Sofern der Engel sich nicht verriet, kamen die Vampire ausgesprochen selten darauf, was los war, doch penetriert zu werden war eine der typischen Begleiterscheinungen, sobald man einen Vampir traf. Sie waren eben doch neugierig. Wie ein Waschbär, dem nicht klar war, ob er das, was sich da vor ihm befand nun futtern konnte oder lieber nicht.

Tu uns beiden einen Gefallen und geh, dachte Cáel. Er beschloss die offenkundige Anwesenheit des Blutsaugers zu ignorieren, auch wenn ihm bereits schwante, dass es so einfach nicht werden würde. Das wurde es nie. Es interessierte ihn gar nicht, um welchen bestimmten Vampir es sich da gerade handelte. Sein Auftrag hatte vor wenigen Stunden erst begonnen, und den nächstbesten Vampir zu verhören stand eigentlich nicht auf seiner To-do-Liste. Dass Vampire einmal Menschen, und somit gegebenenfalls Schutzbefohlene gewesen waren, machte keinen Unterschied. Sie selbst hielten es damit schließlich genauso, ja, verachteten die Menschen eher noch…überhebliches Pack.
Immer noch mit der schwachen Hoffnung, seinen Spaziergang ohne Unterbrechung beenden zu können, stapfte Cáel zwischen dem Friedhof auf der einen und dem Flusslauff auf der anderen Seite entlang, den Sonnenuntergang im Rücken, die Flügel schließend und öffnend wie ein Schmetterling, der auf einer Blume saß und die Sonne genoss.

In der für Vampire typischen Geschwindigkeit baute sich die Gestalt plötzlich vor ihm auf. Kein Sinn für angemessenes Tempo, diese Vampire…zudem verriet es ihm, dass sein Gegenüber es tatsächlich bemerkt hatte, dass er nicht ganz war, was er vorgab zu sein. Die einzig andere Option war die, dass diese Frau so vor einem potentiellen Menschen erschien, weil sie ihn töten wollte. Nun, in dem Fall wäre das ziemlich dumm.
Kurz spielte Cáel mit dem Gedanken, einfach nicht anzuhalten, doch einem Vampir den Rücken zu kehren konnte lästig werden. Also blieb er stehen. Er musterte sie ohne eine Miene zu verziehen. Genaugenommen ließ er sich durch nichts anmerken, dass ihn irgendetwas an dem Auftauchen überraschte. Als Mensch musste die Frau sehr hübsch gewesen sein. Nun als Untote wirkte ihr ganzes Wesen ein wenig zu entrückt auf Cáel, als das er das in gleicher Perspektive betrachten konnte oder wollte. Abgesehen davon war das völlig unerheblich. Warum störte sie ihn eigentlich…

Keiner von ihnen hatte bisher ein Wort gesagt, Cáel hatte ihr nichts zu sagen. Das war auch nicht nötig, denn sie ergriff in diesem Moment das Wort.
‚Spät abends‘ war interpretativ, aber das anzumerken erschien nicht gerade produktiv dahingehend, bald wieder ungestört zu sein. Gefährlich…nun, aus ihrem Mund konnte man das beinahe schon als leichte Drohung verstehen. Cáel spreizte die Flügel, was sie nicht bemerken würde. Verschwinde, dachte er. Er überlegte, ob er ihre Gedanken lesen sollte, um herauszufinden was sie eigentlich genau von ihm wollte, verwarf die Idee aber wieder. Das war es nun wirklich nicht wert.
„Ich kann auch mich aufpassen“, erwiderte er kurz angebunden. „Danke für die Warnung.“

Wie es seine Art war, blickte er ihr ruhig entgegen ohne zu blinzeln. Sie hatte Glück, dass er nicht mehr im Kriegsdienst war, einen Vampir mit solch einer Aura hätte er zu anderen Zeiten nicht weit kommen lassen. Könnte sie meine wahre Gestalt sehen, sie würde im Licht verbrennen, dachte er, und bedauerte die Notwendigkeit dieser Maskerade. Ihr musste er immerhin nichts von Mensch-sein vormachen, doch warum unnötig Preis geben was so wichtig war.
„Wollten Sie mir noch irgendwas sagen?“, erkundigte sich Cáel in neutralem Tonfall, was eigentlich heißen sollte ‚warum stören Sie mich?‘, aber Unhöflichkeit war kaum hilfreich. „Wenn nicht, würde ich gerne meinen Weg fortsetzen…allein.“ Wenn sie den Wink nicht verstand, war sie entweder außerordentlich dreist oder blöde.
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